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450-Euro-Mini-Job

Was gibt es zu beachten?

Viele Angestellte verdienen sich etwas im Zweitjob hinzu, sei es aus Spaß an der Arbeit oder aus finanziellen Gründen. Deutschlandweit gibt es über sechs Millionen geringfügig Beschäftigte, sogenannte Minijobber.

Bei einem 450-Euro-Minijob sollten Sie aber auf einiges achten. Im Schnitt dürfen sie bis zu 450 Euro im Monat hinzuverdienen, maximal 5.400 Euro
im Jahr (Stand Januar 2022, es ist eine Änderung auf 520 Euro angedacht). Als Untergrenze beim Stundenlohn gilt für Minijobs der gesetzliche Mindestlohn. Dieser beträgt derzeit 9,82 Euro pro Stunde (Stand Januar 2022). Der Mindestlohn steigt jährlich oder halbjährlich an. Ein großer Vorteil: Minijobber erhalten ihren Lohn ohne Abzüge. Der Arbeitgeber übernimmt in der Regel die Sozialversicherungsbeiträge und zahlt pauschal 2 Prozent Lohnsteuer an die Minijob-Zentrale. Die Beschäftigten müssen diesen Verdienst in der Regel nicht in ihrer Steuererklärung angeben. Minijobber haben die Gelegenheit, einen Teil der Beiträge (3,6 Prozent) an die Rentenversicherung selbst zu zahlen, können sich aber davon befreien lassen. Experten raten Minijobbern, den Verdienst pauschal abzurechnen und nicht nach Steuerklasse. Denn sonst wird Lohnsteuer fällig; der Verdienst muss dann zudem in der Steuererklärung angegeben werden. Bevor Sie nach einem Zusatzverdienst suchen, müssen Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen klären. Im Arbeits- und Dienstvertragsrecht sowie im Sozialversicherungs- und Steuerrecht sind einige gesetzliche Bestimmungen zu solchen Nebentätigkeiten enthalten. Schauen Sie deshalb in Ihren bestehenden Arbeitsvertrag. Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern Nebenjobs nicht pauschal verbieten. Im Allgemeinen sind Nebentätigkeiten erlaubt, auch ohne ausdrückliche Genehmigung des Arbeitgebers. Unter bestimmten Umständen oder bei bestimmten Beschäftigungsverhältnissen dürfen Sie allerdings keine Nebentätigkeit ausüben oder müssen zuvor eine Erlaubnis von Ihrem Arbeitgeber erhalten. Gut zu wissen: Der Mitarbeiter darf nur einen Minijob neben seiner Hauptbeschäftigung haben – oder bei mehreren die Grenze von 450 Euro im Monat nicht überschreiten. 450-Euro-Minijobber haben die gleichen Arbeitsrechte wie Vollzeitbeschäftigte. Es besteht ein Anspruch auf die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall oder Urlaub, auch ein Kündigungsschutz ist vorhanden. Und bei einem Arbeits- oder Wegeunfall besteht ein Anspruch auf die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung. Aktuelle Infos rund um den 450-Euro-Minijob unter www.minjobzentrale.de