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Secondhand

Die nachhaltige Chance

Autorin: Monika Artinger

Der Kleiderschrank ist zum Bersten voll und die T-Shirts quellen aus der Kommode. Es ist an der Zeit, Platz zu schaffen. Also, ran an den Kleiderschrank: ausräumen, anprobieren, aussortieren und verkaufen. Und wer kennt ihn nicht, diesen „Wow, ich wusste gar nicht, dass ich das noch habe“-Moment? Wohin aber mit kaum oder nicht getragenen Klamotten, die partout nicht mehr gefallen?

Einfach mal ausprobieren

  • Auf Kleiderkorb wird auch kostenlos getauscht und verschenkt.
  • Mit Shpock gelingt das Kaufen und Verkaufen in der Nähe. Lästiger Versand entfällt dann.
  • Vinted, ehemals Kleiderkreisel, bietet aufgrund von hohen Mitgliederzahlen gute Verkaufschancen.
  • Momox Fashion ist gut für alle, die nicht um jeden Preis das Geschäft ihres Lebens machen wollen.
  • Remix ist perfekt für den Verkauf von Markenkleidung, vorzugsweise saisonal.
  • Auf Zadaa ist Kaufen und Verkaufen so leicht wie in einem Onlineshop.

Laut einer Untersuchung von Greenpeace kauft jeder Deutsche an die 60 Kleidungsstücke im Jahr, aber nur die Hälfte davon wird regelmäßig getragen. Die andere Hälfte wird im besten Fall recycelt, im schlechtesten Fall landet sie auf dem Müll. Unvorstellbare 5,8 Millionen Tonnen Kleider enden jährlich in der Tonne. Secondhand heißt der Trend, der alten Kleidern wieder neues Leben einhaucht. Fast jeder zweite Secondhand-Shopper will etwas für die Umwelt
und die Nachhaltigkeit tun. Ausrangierte Kleidungsstücke landen nicht im Müll, sondern werden wieder verkauft. Was früher in kleinen Secondhandläden und auf Flohmärkten Spaß gemacht hat, geht heute verstärkt über große Onlineplattformen. Zum Glück haben wir die Möglichkeit, unsere Kleidung an glückliche Neubesitzer zu verkaufen und wieder in den Umlauf zu bringen. Denn die Aalto University Helsinki hat heraus-gefunden, dass bis zu 92 Millionen Tonnen Abfall und 79 Billionen Liter Wasser pro Jahr verbraucht werden, um Kleidungsstücke für alle brandneuen Produkte herzustellen. Wahnsinn, oder? Wir geben Ihnen Tipps, was beim Onlineverkauf von Secondhandkleidung zu beachten ist.

Tipps fur den Verkauf

Seriösen Anbieter auswählen
Darauf achten, dass Sie seriöse Anbieter und Plattformen nutzen. Erkennbar an Gütesiegeln wie beispielsweise Trusted Shops. Vorab die Bewertungen und Anzahl der Bewertungen prüfen.

Beschreibung der Ware
Die richtige Marke und die korrekte Artikelbeschreibung angeben. Ruhig ins Detail gehen und über Sitz, Schnitt, Material und eventuelle Mängel exakt
berichten. Je mehr Infos im Angebot stehen, desto seltener müssen sich Interessenten erkundigen.

Bildmaterial
Beim Fotografieren für gute Lichtverhältnisse sorgen, ideal ist Tageslicht. Einen neutralen Hintergrund auswählen, unbedingt auf Filter verzichten. Ideal sind mindestens drei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven.

Gewaschene Kleidung verkaufen
Selbstverständlich nur gewaschene, saubere Kleidung verkaufen. Kleidung aus Raucherhaushalten wird ungern gekauft, da der Geruch auch nach mehrmaligem Waschen in der Kleidung festhängt.

Markenechtheit
Nur Kleidungsstücke anbieten, bei denen Sie sich sicher sind, dass es sich nicht um Plagiate handelt. Die meisten Plattformen untersagen sogar das Anbieten von Plagiaten in ihren AGBs.

Sample Sale
Der Handel mit Samples (Musterstücke) ist zum Teil eingeschränkt oder sogar komplett verboten. Oftmals gibt das Wäscheetikett auch darüber Auskunft, ob das Kleidungsstück frei zum Verkauf ist.

Realistischen Preis fordern
Startpreis so ansetzen, dass später noch Luft für einen Preisnachlass bleibt. Tipp: Wenn nicht klar ist, welcher Preis okay ist, einfach online vergleichen.

Versand und Rückversand
Unbedingt prüfen, wie der Anbieter den Versand und Rückversand für Käufer und Verkäufer anbietet.