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Die Zukunft des Bezahlens

Ein Ausblick!

Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche, auch die Art und Weise, wie wir im Alltag bezahlen. Münzen und Scheine waren jahrzehntelang der Deutschen liebstes Kind, aber in letzter Zeit sind digitale Zahlverfahren schwer im Kommen: Schlagworte wie Instant Payment, In-App- und Peer-to-Peer-Zahlungen, Kryptowährungen, Invisible Payments, autonome Shops oder biometrisches Bezahlen klangen noch vor wenigen Jahren nach Science Fiction – heute gehören sie immer mehr zu unserem Alltag.

Ob für den Milchkaffee zum Mitnehmen, die Mietwagenbuchung im Urlaub oder das Schnäppchen im Onlineshop: Bargeldlos bezahlen können die Menschen künftig wo, wann und wie immer sie wollen – mit der klassischen Plastikkarte, dem Smartphone oder sogenannten Wearables, zum Beispiel einem Fitnessarmband, einer Smartwatch oder einem Ring. Mit ihren Devices, Tablets und Laptops wechseln die Verbraucher ganz selbstverständlich zwischen stationärem Handel und Onlineshop und kaufen dort ein, wo sie für sich den größten Vorteil sehen – in Zukunft vielleicht auch im Web3 oder Metaverse. Das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Es wird virtuell und mobil geschehen, eingebettet in Apps, nahezu „unsichtbar“ in Onlineshops oder über Messenger-Dienste, mit neuen „Währungen“ wie Bitcoin oder Non-Fungible Token (NFT). Nicht nur der Handel, auch andere Branchen wie die Automobilindustrie integrieren innovative Payment-Technologien in die Customer Journey ihrer Märkte – Stichwort kassenloser Supermarkt oder In-Car-Payment. Wie geht die Reise weiter, welchen Bezahltrends gehört die Zukunft – und wie wird das unser Leben verändern? Wir werfen einen Blick in die Payment-Glaskugel.

1. Bezahlen aus dem Handgelenk
Wearable Payments, also Bezahlen zum Beispiel mit einer Smartwatch, dem Fitnessarmband, einem Schmuckstück oder dem Autoschlüssel, werden in Zukunft stärker zum Einsatz kommen. Das Bezahlen per Wearable basiert wie das Mobile Payment auf der NFC-Technologie. Bekannte Marken wie Swatch oder Montblanc bieten schon Gadgets, die uns das Zücken des Portemonnaies ersparen. Vor Kurzem begeisterte der NFC-Bezahlring eines Kölner Start-ups die Investoren des TV-Formats „Die Höhle der Löwen“.

2. Wenn das Auto die Tankfüllung zahlt
Automobilhersteller wie BMW, Mercedes, Ford, Honda, General Motors oder Jaguar Land Rover haben bereits In-Car-Payment-Services entwickelt oder sind aktuell dabei, solche Lösungen in ihre Fahrzeuge zu integrieren. Die Fahrer oder Passagiere müssen das Auto nicht mehr zwingend verlassen, um zum Beispiel einen Snack oder Kaffee für unterwegs zu bestellen, die Tankfüllung oder Elektrostrom-Ladung zu bezahlen, einen Parkplatz zu reservieren oder Mautgebühren zu entrichten.

3. Der Warenkorb kommt zum Kunden
Vor allem bei den jungen Menschen der „Gen Z“ hat „Contextual Commerce“ das Zeug zum Megatrend. Er spielt nämlich vor allem im Umfeld sozialer Medien wie Instagram, Pinterest oder TikTok eine Rolle. Im Fokus stehen hier Impressionen, Emotionen oder Events, die direkt im Moment der Inspiration Impulskäufe ermöglichen – hat man sich in das schicke Sommerkleid aus dem Video einer Influencerin verliebt, klickt man direkt auf den Buy-Button und muss gar nicht mehr auf eine Shopseite wechseln.

4. Mit Fingerabdruck und Co. bezahlen
Biometrische Merkmale eignen sich hervorragend, um Zahlungen eindeutig zu autorisieren, denn sie sind untrennbar mit der eigenen Person verknüpft und nahezu fälschungssicher. Fingerabdruck und Gesichts-Scans sind heute bei Smartphone-Zahlungen schon gang und gäbe. Die eigene Stimme kann zum Beispiel bei Sprachassistenten eingesetzt werden, um Zahlungen auszulösen. Auch Karten mit Fingerabdrucksensor könnten Zahlungen noch sicherer und komfortabler machen.

5. Reingehen, einkaufen, rausgehen
Die Anzahl von Self-Check-out- und Self-Scanning-Systemen im Einzelhandel steigt: Tausende Geschäfte bieten ihrer Kundschaft an, die Ware am Regal zu scannen und in Self-Check-out-Zonen zu bezahlen. Im Kommen sind autonome Geschäfte und Supermärkte, ganz ohne Personal und bediente Kassen. Kameras, Sensoren und künstliche Intelligenz registrieren, welche Produkte die Kunden einpacken. Bezahlt wird anschließend über die Anbieter-App. Rewe zum Beispiel testet die Technologie in einem Kölner Markt.