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Keine Angst vor Mobile Banking

Nico saß gerade im Flixbus von Karlsruhe nach Stuttgart, als ihm sein Kumpel Daniel eine Whatsapp-Nachricht schickte: „Tickets gekauft, macht 24 Euro.“ Daniel hatte ihm zwei Kinokarten besorgt und wollte nun an das ausgelegte Geld.


Nico tippte kurz auf seine Sparkassen-App, um das Geld zu überweisen, als ihm einfiel, dass sein Handy im WLAN-Netz des Busses angemeldet war. Doch das gilt zu Recht als unsicher, denn bei Verbindungen über öffentliche Hotspots können Daten deutlich einfacher ausgespäht werden als in geschützten Netzwerken. Kein Problem, dachte sich Nico und loggte sich in sein Mobilfunknetz ein.

Nicht nur schnell und bequem: Mobile Banking hat viele Vorteile. Kein Wunder, dass jeder zweite Tablet-Besitzer und vier von zehn Smartphone-Besitzer ihre Geräte fürs Onlinebanking nutzen. Tendenz: stark steigend. Das hat der IT-Verband Bitkom ermittelt. Und doch: Immer wieder gibt es Vorbehalte gegen die smarte Überweisung. Zu Recht? Ja und nein – kein System ist perfekt, doch letztlich hängt es wie bei so vielen Dingen im Leben davon ab, wie man sie nutzt. Schließlich folgen wir ganz automatisch vielen Regeln im Alltag – ob im Straßenverkehr oder Sport, im Studium oder Arbeitsleben.Schluss mit den vielen Gerüchten rund um das Handy-Banking!

Von wegen sicher ...

Ende 2017 hatten zwei Erlanger Forscher eine Schwachstelle entdeckt, die zahlreiche Banking-Apps angreifbar machte – wenn auch nur mit großem Aufwand. Die Sparkassen-App war ebenso betroffen. Mit einem Update wurde die Sicherheitslücke allerdings in kürzester Zeit geschlossen. Ein solcher Vorfall macht deutlich: Mobile Banking ist nur dann sicher, wenn man das Betriebssystem des Smartphones und die Banking-Apps immer aktuell hält. Bei öffentlichen Hotspots wie in Bussen oder Cafés ist Vorsicht angesagt. Hier können Daten einfacher ausspioniert werden als in geschützten Netzwerken. Bankgeschäfte in öffentlichen WLAN-Netzen sind daher ein Tabu. Hier hat Nico alles richtig gemacht: Im Zweifelsfall lieber das sichere Mobilfunknetz wählen.

5 Tipps gegen Datenklau

1. Keine Chance den Dieben: Smartphones immer per Code oder Fingerabdruck-Sensor sichern – auch wenn das lästig ist. Wird das Handy gestohlen, den Diebstahl sofort der Polizei melden.

2. Betriebssystem und Sparkassen-App aktuell halten, denn Hacker finden immer neue Wege. Unsichere Banking-Apps sollte man unbedingt vermeiden.

3. Passwörter, PINs und TANs nicht auf dem Handy aufbewahren. Clever: Software installieren, über die alle Daten bei Verlust zu löschen sind. Beim Handy-Verkauf vorher Daten entfernen.

4. Vorsicht bei offenem WLAN: Bankgeschäfte nur in geschützten Netzwerken ausführen. Öffentliche Hotspots sind nicht sicher.

5. Auf doppelte Verifizierung achten. PushTAN-Verfahren nutzen, bei dem TANs in einer separaten App erzeugt werden. Besser noch sind TAN-Generatoren, die separat aufbewahrt werden sollten.

 

Mobile Banking bringt doch nix ...

Überweisungsdaten lassen sich nicht nur per Hand in die Sparkassen-App eingeben – Rechnungen können zudem eingescannt und Beträge auf Wunsch transferiert werden. Für diese Fotoüberweisungen benötigt die App Zugriffsrechte auf die Handy-Kamera. Aber keine Panik! Alle Kundendaten bleiben bei der Sparkasse und werden auch nicht für Werbezwecke an andere weitergegeben.

Handy-Verlust, alles futsch ...

Wird das Smartphone gestohlen oder geht dieses verloren, können die darauf befindlichen Daten zweifelsohne von Profis gehackt werden. Davor kann und sollte sich jeder schützen. Erstes Gebot: Das Smartphone immer per Code oder Fingerabdruck-Sensor vor einem unbefugten Zugriff sichern. Einen Diebstahl oder Verlust unmittelbar der Polizei melden und – falls dies möglich ist – die Daten aus der Ferne löschen. Das ist bei Apple, Samsung und anderen Herstellern machbar, sofern man sich in deren Datencloud angemeldet hat. Das ist zwar lästig, spart aber im Fall der Fälle viel Ärger.

Freier Zugriff für Hacker ...

Die praktischen Apps „Sparkasse“ und „Sparkasse+“ arbeiten mit einer starken Verschlüsselung. Wer eine Transaktion abschließen will, muss sich doppelt ausweisen. Ein-mal, indem man sich beim Starten der Banking-App per Kennwort anmeldet; ein zweites Mal beim TAN-Verfahren. So wird beim PushTAN-Verfahren eine TAN in einer zweiten App generiert, die ebenso kennwortgeschützt ist. Alternativ bieten sich noch TAN-Generatoren an. Wer diese nutzt, dem kann der Handy-Verlust nichts anhaben. Das hat sich auch Nico gedacht, der seinen TAN-Generator immer separat aufbewahrt.

Übrigens: Ab Sommer wird das Smartphone zur mobilen Geldbörse. Dann kann man an vielen Kassen per Handy und hinterlegter Kontoverbindung zahlen – ganz sicher.