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Versicherungen fürs Ausland

Sicherheit im Rucksack

Ob Studium oder Work & Travel: Wer für eine längere Zeit ins Ausland geht, muss sich um eine zusätzliche Krankenversicherung kümmern. Die gesetzliche Krankenversicherung oder die übliche private Auslandsreisekrankenversicherung reichen nicht.

 

Die Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte täuscht. Zwar sehen Sie dort das Logo der Europäischen Krankenversicherung. Sie können mit dieser Karte in den 28 Staaten der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Serbien und der Schweiz vor Ort die medizinisch notwendigen Behandlungen in Anspruch nehmen.

Der Reisende ist aber nach den Rechtsvorschriften des Landes krankenversichert, in dem er sich aufhält. Wer beispielsweise in der Schweiz medizinische Versorgung benötigt, hat Anspruch auf die Leistungen, die jemand erhält, der in der Schweiz krankenversichert ist. Trotz Vorlage der Karte kann es sein, dass die Behandlungskosten zunächst selbst vor Ort bezahlt werden müssen. In anderen als den oben genannten Ländern, besonders auf einem fremden Kontinent, ist der Auslandskrankenschutz ohnehin ein Muss. Denn in den USA oder in Australien zum Beispiel haben Sie keinen Anspruch auf Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse. Nicht nur die Behandlungskosten vor Ort können dort richtig teuer sein, sondern auch ein krankheitsbedingter Rücktransport.

An einer zusätzlichen privaten Auslandsreisekrankenversicherung führt also kein Weg vorbei. Doch auch hier heißt es: Augen auf! Die übliche Police, die für weniger als 20 Euro pro Jahr zu haben ist, reicht bei längeren Auslandsaufenthalten nicht aus. Der Blick in das Kleingedruckte verrät, dass der gesamte Auslandsaufenthalt innerhalb eines Kalenderjahres bei einer solchen Versicherung nicht länger als circa sechs Wochen dauern darf, abhängig von den Bedingungen des jeweiligen Versicherers. Eine leistungsfähige Police für längerfristige Auslandsaufenthalte erhalten Sie über Ihre Sparkasse.

Was Sie sonst noch beachten sollten: Rufen Sie im Ausland vor einem Krankenhausaufenthalt oder dem Rücktransport nach Hause die Notfallnummer des Reisekrankenversicherers an. Die Notrufzentrale kümmert sich um die Kostenübernahme für das Krankenhaus bzw. die Organisation des Rücktransports. Von Vorteil ist es außerdem, wenn Sie eine Kreditkarte unterwegs dabeihaben. Denn in zahlreichen Ländern müssen Krankenhausaufenthalte direkt vor Ort bezahlt werden – unabhängig von Ihrer persönlichen Versicherungssituation. Mit der Kreditkarte können Sie Behandlungskosten begleichen und müssen nicht größere Mengen Bargeld für den Notfall dabeihaben.