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Alles außer gewöhnlich!

Was macht eigentlich ein Algesiologe? Und wie wird man Artist? S-POOL hat spannende Berufe abseits des Mainstreams für Sie recherchiert und Menschen mit interessanten Tätigkeiten interviewt.

 

 

 

 

Algesiologe/in

Sie möchten Schmerzpatienten helfen, besser mit ihren Beschwerden umzugehen? Im Rahmen einer Weiterbildung für Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. können Sie lernen, wie das geht. Voraussetzung: Studium der Medizin. Nähere Infos: dgscampus.de

Artist/in

Drahtseilakte gelingen Ihnen leicht und Sie stehen gerne vor Publikum? Artist/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule, die drei Jahre dauert. Voraussetzung: entsprechende Begabung und Fitness (Aufnahmeprüfung). Nähere Infos: z. B. unter www.artistenschule-berlin.de

Binnenschiffer/in

Wenn Sie das Wasser und große Schiffe lieben und immer den Überblick bewahren, könnte dieser 3-jährige duale Ausbildungsberuf das Richtige sein. Im Anschluss daran transportieren Sie als Schiffsführer Güter oder Fahrgäste von A nach B. Voraussetzung: in der Regel Real- oder Hauptschulabschluss. Nähere Infos: www.hallo-ausbildung.de

Dekontaminateur/in

Wie werden gefährliche (beispielweise auch radioaktive) Stoffe professionell entfernt? Wie wird die Ölschicht fachgerecht entsorgt? Mit diesen und noch mehr Fragen beschäftigt sich ein Dekontaminateur. Voraussetzung: in der Regel ein passendes Studium, beispielsweise Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Ein Lehrgangsabschluss als Fachkraft für Dekontamination (IHK) bzw. als Fachkraft für Dekontamination/Radioaktive Stoffe ist hilfreich. Nähere Infos: z.B. bei der Arbeitsagentur

Fraud-Analyst/in

Datenbetrügern auf den Fersen – das klingt spannend? In diesem Beruf decken Sie Betrugs-, Missbrauchs- und Täuschungsdelikte in Kommunikationsnetzen und Datensystemen auf und kümmern sich um geeignete Sicherheitsmaßnahmen. Voraussetzung: in der Regel eine Weiterbildung im Bereich Informationstechnik oder Informatik bzw. ein entsprechendes Studium. Nähere Infos z.B. bei der Uni Bochum: http://studienangebot.rub.de/de/it-sicherheit-informationstechnik

Fachkraft für Speiseeis

Sie lieben Eis und möchten später vielleicht sogar ein eigenes Eiscafé eröffnen? Fachkraft für Speiseeis ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf im Gastgewerbe, den es erst seit August 2014 gibt. Nähere Infos: z.B. unter www.bibb.de

Gamedesigner/in

Sie lieben Computerspiele und möchten virtuelle Welten für Computer-, Video- und Handyspiele entwickeln? Oft kommen Quereinsteiger in diesen Beruf, der heiß begehrt ist. Daneben besteht die Möglichkeit, Gamedesign, Interactiondesign an (privaten) Hochschulen zu studieren. Nähere Infos: http://arbeits-abc.de/game-designer-game-designerin/

Ocularist/in

Glasbläser stellen nicht nur schmückende Gegenstände her, sie kümmern sich auch um ganz praktische Dinge: zum Beispiel darum, dass ein Mensch, der ein Auge verloren hat, ein hochwertiges Kunstauge als Ersatz bekommt. Glasbläser/in  ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in Industrie und Handwerk. Ocularisten werden innerhalb von sechs Jahren ausgebildet. Nähere Infos beim Verband deutscher Glasbläser e.V.: www.vdg-ev.org

Industriekletterer/in

Sie wollen hoch hinaus? Industriekletterer führen Arbeiten in großen Höhen oder an schwer zugänglichen Orten aus,
z. B. Baumfällarbeiten, Dachrinnensäuberung oder Anbringen von Dekoration auf dem Dach. Dabei sind sie in der Regel nur mit Seilen gesichert. Nähere Infos z.B. beim Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken e.V. unter www.fisat.de

Kriminologe/in

Kriminologen und Kriminologinnen beschäftigen sich mit den Ursachen, Auswirkungen und Kontroll- sowie Präventionsmöglichkeiten für kriminelles Verhalten in der Gesellschaft. Voraussetzung: abgeschlossenes Studium der Kriminologie; zum Teil auch Studiengänge der Psychologie, Sozialwissenschaften oder Rechtswissenschaften. Nähere Infos z.B. von der Uni Mainz: www.jura.uni-mainz.de

Literaturagent/in

Literaturagenten und -agentinnen sind häufig selbstständig, stellen Kontakte zwischen Autoren bzw. Autorinnen und Verlagen her und handeln Literaturverträge aus. Sie werden zumeist mit zehn oder 15 Prozent am Autorenhonorar beteiligt. Voraussetzung: Studium, oft auch Quereinstieg möglich. Nähere Infos z.B. unter www.karriere.de

Ozeanograf/in

Ozeanografen und Ozeanografinnen erforschen physikalische Abläufe im Meer. Sie analysieren beispielsweise das Wasser, beobachten Strömungen und Gezeiten und untersuchen den Meeresgrund. Ihre Ergebnisse sind wichtig für den Umwelt- und Katastrophenschutz, die Rohstoff- und Energiegewinnung, die Schifffahrt und die Fischerei. Voraussetzung: abgeschlossenes Studium im Bereich Geophysik.

Relocation-Manager/in

Relocation-Manager betreuen Fach- und Führungskräfte, aber auch Privatpersonen, wenn diese ihren Arbeits- bzw. Wohnort wechseln, und erledigen zahlreiche verbundene Formalitäten. Voraussetzung: Studium in den Bereichen Personalmanagement oder Psychologie.

Nähere Infos z. B. bei der European Relocation Association unter www.eura-relocation.com

Kartografie-Ingenieur

Jens Ewers (50) ist Kartografie-Ingenieur bei GeoKarta in Altensteig-Wart.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Angefangen hat alles mit dem ersten Autoatlas meines Vaters. Ab dem 5. Schuljahr habe ich dann begonnen selbst Karten zu zeichnen, allerdings nur Phantasieverkehrswege in ausgedachten Landschaften. Den Beruf des Kartografen entdeckte ich zum Ende meiner Schulzeit.
Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Ganz grob gesehen, gibt es für mich zwei Arten von Tätigkeiten: zum einen die Kartenneuherstellung und zum anderen deren Korrektur. Es gibt Aufträge, die nur eine Stunde dauern (z.B. Anfahrtsskizzen), mehrere Wochen (Aktualisierung einer Straßenkarte oder eines Stadtplans) oder mehrere Jahre (Neuherstellung eines Weltatlas).
Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?
Der Beruf des Kartografen vereint künstlerisches Können mit technischem Verständnis. Jedes Ergebnis ist im Detail ein Unikat. Deshalb habe ich stetig ein wechselndes Thema, eine anderes Gebiet, etwas völlig Neues auf meinem Bildschirm.
Würden Sie diesen Beruf noch einmal wählen – oder lieber doch was ganz anderes?
Die Kunst, relevante Daten ansprechend und lesbar auf Papier und Bildschirm umzusetzen hat am Ende auch etwas mit Leidenschaft zu tun. Etwas völlig anderes zu machen kann ich mir schwer vorstellen.

Infos zum Beruf:
Der Beruf des Kartografie-Ingenieurs gehört zu den Berufen in der Geoinformationstechnologie. Eigene Studiengänge mit Abschluss Diplom-Ingenieur (FH) gibt es an Fachhochschulen oder an Universitäten im Studiengang Geografie oder Geodäsie mit dem Nebenfach Kartografie. Nähere Infos z.B. unter www.geomatik-ausbildung.de

Greenkeeper auf dem Golfplatz

Dirk Thelen (52) ist Headgreenkeeper beim Golf- und Land-Club Köln e.V.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Während meines Landwirtschaftsstudiums konnte ich als Platzarbeiter erste Eindrücke sammeln. Die Arbeit gefiel mir so gut, dass ich in drei aufeinanderfolgenden Jahren, jeweils von Oktober bis März, eine Ausbildung zum Greenkeeper auf einem College in Schottland gemacht habe.
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Ich organisiere und koordiniere täglich alle Arbeiten, die für die Pflege und Instandhaltung des Golfplatzes erforderlich sind. Dazu gehören z. B. das Mähen, Säen und Anpflanzen und Pflegetechniken wie Aerifizieren, Vertikutieren und Besanden. Alles muss optimal aufeinander abgestimmt werden.
Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?
Er ist vielseitig und abwechslungsreich. Man muss täglich auf die Natur- und Umweltbedingungen reagieren. Wenn ich, zusammen mit meinem Team, einen gut gepflegten Rasen präsentieren kann, ist das sehr befriedigend.
Würden Sie diesen Beruf noch einmal wählen – oder doch was ganz anderes?
Ich bin sehr zufrieden und empfinde es als Glück, in dieser Umgebung arbeiten zu dürfen.

Infos zum Beruf:
Greenkeeper haben i. d. R. eine 3-jährige Ausbildung in „grünen“ Lehrberufen wie Gärtner, Winzer, Förster oder Landwirt oder ein Studium absolviert. Nähere Infos: www.greenkeeperverband.de

Maskenbildnerin bei Phantom der Oper

Anna Gronowski (28) ist Maskenbildnerin im Stage Metronom Theater in Oberhausen, wo ab November 2016 Disneys Musical Tarzan spielt.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Ich wusste schon in der Grundschule, dass ich Friseurin werden wollte. Nach der Schule habe ich dann eine Friseurausbildung gemacht und dann wusste ich, dass ich mehr wollte: meinen Traumberuf Maskenbildnerin. Nach der Friseurausbildung habe ich am Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen eine Ausbildung zur Maskenbildnerin gemacht.
Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Jeden Tag passiert etwas Neues. Perücken knüpfen und frisieren, Beauty- oder Horror-Make-up, historische Frisuren, Masken modellieren, die Show im Theater betreuen sind nur einige Beispiele. Entweder arbeite ich tagsüber im Werkstattdienst und bin für die Pflege und Aufbereitung der Perücken zuständig oder ich betreue die Vorstellung und schminke die Darsteller vor und während der der Vorstellung.
Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?
Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Jeden Tag passiert etwas und es ist nie langweilig. Die Arbeit ist mit einem Bürojob nicht zu vergleichen.

Infos zum Beruf:
Maskenbildner/in ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf. Maskenbildner/innen gestalten in Zusammenarbeit mit Regie, Kostüm- oder Bühnenbild Konzepte für Bühnenproduktionen sowie bei Film und Fernsehen. Sie schminken und frisieren Darsteller und Darstellerinnen und betreuen sie auch während der Vorstellungen oder Dreharbeiten. Nähere Infos: z. B. unter www.ausbildung.de/berufe/maskenbildnerin

Stuntman

Christian Hebenstreit (39) ist Stuntman und u.a. bei bekannten Fernsehproduktionen wie dem Tatort, Soko Köln oder Versteckte Kamera zu sehen.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?
Ich habe schon in der Schule davon gesprochen, Stuntman zu werden. Ausgelöst wurde der Wunsch durch die Kultserie „Ein Colt für alle Fälle“. Dann wurde ich auf eine Stuntschule aufmerksam, die eine Ausbildung anbot. Nach erfolgreichem Abitur verpflichtete ich mich für zwei Jahre bei der Bundeswehr, um die private Ausbildung zu finanzieren. Nach zwei Jahren Ausbildung bekam ich eine Stelle bei Warner Bros. in einem Freizeitpark. Dort arbeitete ich einige Jahre, machte mich selbständig und arbeite nun seit 18 Jahren erfolgreich in meinem Traumberuf.
Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?
Häufig muss man früh raus, um zum Filmset zu fahren. Dort angekommen, geht es zum Kostüm, um die Kleidung für die Rolle zu bekommen, in welche man schlüpft. Danach geht es zur Maske, um die Haare und das Aussehen anzupassen. Es gibt eine Besprechung zwischen Regie, Kamera und Stuntkoordinator und eine Probe. Dann wird es ernst. Kameras laufen, Ton ab und bitte! Hoch konzentriert mache ich zum Beispiel einen Kampf mit einem Schauspieler, einen Sprung von einem Dach oder einen Treppensturz. Und Cut!
Was finden Sie an Ihrem Beruf besonders spannend?
Spannend finde ich die immer neuen Herausforderungen. Ich arbeite viel mit unterschiedlichen Menschen zusammen, reise viel an verschiedene Orte und versuche durch geschickte Planung und Kameraeinstellungen gefährliche Szenen möglichst sicher einzufangen.
Würden Sie diesen Beruf noch einmal wählen - oder lieber doch was ganz anderes?
Ja, ich würde alles genau so wieder machen.

Infos zum Beruf:
Der Einstieg erfolgt entweder (bei entsprechender Eignung) direkt beim Arbeitgeber oder in der Selbstständigkeit, durch Stuntschulen oder private Lehrgänge. Hilfreich: Eine Ausbildung als Schauspieler und/oder ein abgeschlossenes Studium. Weitere Infos beim Bundesverband deutscher Stuntleute e.V. unter www.german-stunt-association.de