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Ich will diesen Job!

Endlich flattert sie ins Haus, die lang ersehnte Einladung zum Bewerbungsgespräch mit dem Traumarbeitgeber. Der erste Gedanke: Das muss einfach klappen! Der zweite: aber wie? S-POOL verrät Ihnen, was bei Arbeitgebern besonders gut ankommt und wie Sie sich beim Vorbereiten nicht verzetteln.

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch haben Sie rund 90 Prozent Ihrer Konkurrentinnen und Konkurrenten hinter sich gelassen. Jetzt können Sie im persönlichen Auftritt zeigen, was in Ihnen steckt. Sie haben keine Erfahrung mit Bewerbungsgesprächen oder schreckliche Angst davor? Keine Panik – wir haben gründlich recherchiert, und Bewerbungs- und Karrierecoach Doris Hofmann-Lange versorgt uns mit Expertentipps, die man so nicht überall liest. Damit sind Sie bestens gerüstet und stechen so manchen Mitbewerber aus.

EXTRA-TIPP von Doris Hofmann-Lange:

„Überlegen Sie sich dabei schon Fragen, die Sie selbst Ihrem Gegenüber stellen möchten. In Bewertungsforen für Arbeitgeber zu stöbern ist natürlich auch erlaubt; nehmen Sie aber nicht alles für bare Münze, was (Ex-)Mitarbeiter schreiben.“

Werden Sie Jäger und Sammler

Informieren Sie sich vor dem Gespräch genau über die Position und das Tätigkeitsfeld, das Sie erwartet. Auch Zahlen und Fakten rund ums Unternehmen sind Gold wert – sammeln Sie alles Wissenswerte rund um die Marktpositionierung, die wirtschaftliche Lage, das Gründungsjahr, die Anzahl der Mitarbeiter, Rechtsform, Konkurrenz …

 

 

EXTRA-EXPERTEN-TIPP:

„Bleiben Sie hier immer authentisch, eine flapsige Antwort wie ,Ich kann nicht stricken!‘ oder ,Ich mag keine Schokolade!‘ auf die letzte Frage wäre schlichtweg unangemessen. Wichtig ist neben der Vermittlung der fachlichen Qualifikation vor allem, Sympathiepunkte zu sammeln!“ Würde Ihre Qualifikation überhaupt nicht passen, wären Sie auch nicht zu einem Gespräch eingeladen worden.

Vorbereitung: das A und O

Bereiten Sie sich zusammen mit einem guten Freund oder Eltern auf das Gespräch vor. Dabei ist Ihr Gegenüber Chefin oder Chef. So trainieren Sie die Gesprächssituation und können sich noch einige schlaue Antworten überlegen auf Fragen wie „Was waren Ihre größten Erfolge?“ – „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“ – „Woran müssen Sie noch arbeiten, was sind Ihre Schwächen?“.

 

 

 

 

EXTRA-EXPERTEN-TIPP von Doris Hofmann- Lange:

„Denken Sie auch an Ihre innere Einstellung. Vermeiden Sie unnötigen Stress, indem Sie mindestens eine Stunde Puffer einplanen. Rauchen und feuchte Hände sind tabu. Besser: Atemübungen, sich klar machen, warum man für die Stelle geeignet ist.“

Frisch (heraus-)geputzt

Es gibt keine Chance für einen zweiten Eindruck. Erscheinen Sie deshalb angemessen gekleidet. Am besten so, wie Sie dann auch später täglich in der Firma erscheinen würden, sofern Sie den Job bekommen und lieber ein bisschen zu formell statt freizeitmäßig. Eine Selbstverständlichkeit ist natürlich ein gepflegtes Äußeres: Denken Sie an Ihre Frisur, Fingernägel, gebügelte Kleidung und geputzte Schuhe.

 

 

EXTRA-EXPERTEN-TIPP:

„Sie sollten sich wirklich nicht verbiegen, um einen Job zu bekommen – es wäre doch nichts schlimmer, als womöglich jahrelang in einem Unternehmen zu arbeiten, das nicht zu einem passt, oder gar in der Probezeit entlassen zu werden.“

Nur nichts übertreiben

Vermeiden Sie übertriebene Selbstdarstellung. Zu viel des Guten lässt Sie sehr schnell unrealistisch erscheinen. Zeigen Sie lieber, dass Sie ein gesundes Maß an Selbstbewusstsein haben, das es Ihnen einfach machen wird, sich ins Team zu integrieren. Falsche Bescheidenheit ist jedoch ebenso unangebracht wie Überheblichkeit.

 

 

EXTRA-EXPERTEN-TIPP:

„Wird Ihre Stimme zu leise, zu schnell, zu hoch oder zu laut? Bevor Sie sich verhaspeln, atmen Sie tief durch und bringen Sie Ihre Stimme dadurch wieder unter Kontrolle.“

Körpersprache auf dem Prüfstand

Versuchen Sie, eine „offene“ Körperhaltung einzunehmen. Lächeln Sie, halten Sie Augenkontakt, sprechen Sie laut und deutlich. Das können Sie mit einem Freund, Ihrem Vater oder Ihrer Mutter auch sehr gut üben.

 

Plaudertaschen unerwünscht

Üben Sie keine Kritik an Ihrem früheren Arbeitgeber oder an Kollegen. Falls Sie noch zur Schule gehen oder studieren: Reden Sie nicht schlecht über Professoren, Lehrer oder Mitschüler bzw. Kommilitonen. Einige Personalleiter stellen solche Fragen, um herauszufinden, welchen Charakter Sie haben.

CHECKLISTE:
Mitnehmen zum Vorstellungsgespräch

  • Kopie Ihres Bewerbungsschreibens und des Lebenslaufs
  • eventuell angeforderte Zeugnisse, Referenzen, Arbeitsproben
  • das Einladungsschreiben des Unternehmens
  • Notizblock und Stift (beides neutral)

Wenn’s doch mal hakt

Bei den meisten Gesprächen gibt es einen Punkt, an dem man nicht mehr weiterweiß. Sei es durch einen Hänger, einen Blackout oder mangelnde Fachkenntnis. Doris Hofmann- Lange rät: „Wichtig ist, sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Möglichkeit 1: Frage noch mal (teilweise) wiederholen: ,Habe ich Sie richtig verstanden, dass …‘ – ,Meinen Sie eher in diesem oder jenem Bereich?‘ Möglichkeit 2: Hänger direkt ansprechen: ,Das tut mir leid, aber ich bin heute sehr nervös, weil diese Position meine Traumstelle ist. Können Sie die Frage bitte wiederholen?’ Gehen Sie souverän mit Ihren Schwächen um – jeder hat welche!“ Mit der richtigen Einstellung und Know-how rund um den potenziellen Arbeitgeber sind Sie für das Vorstellungsgespräch bestens gerüstet. S-POOL drückt Ihnen die Daumen, dass es schon bald heißt: „Herzlichen Glückwunsch – willkommen im Team!“

Antworten auf schwierige Fragen

Frage: „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“
Strategie: Jetzt bloß nicht resignieren à la „Weiß ich auch nicht so genau …“ – Fassen Sie Ihre Qualifikationen zusammen und wie Sie dem neuen Arbeitgeber nützlich sein könnten.

Frage: „Was verdienen Sie im Moment?“
Strategie: Nennen Sie möglichst keine konkreten Zahlen. Sie könnten z. B. sagen, dass Ihr Gehalt über dem Mittel der Branche liegt, Sie branchenüblich verdient haben usw.

Frage: „Was möchten Sie bei uns gern verdienen?“
Strategie: Das Thema Gehalt sollte immer zuerst vom Arbeitgeber angesprochen werden; das passiert meist gegen Gesprächsende und nur, wenn der Kandidat überzeugen konnte. Jetzt sind Sie dran – entweder mit einer Gegenfrage, wie die Stelle dotiert ist, oder, wenn Sie sich wirklich gut informiert haben, mit einer konkreten Gehaltsvorstellung, die Sie am besten innerhalb einer Spanne angeben. Denken Sie auch an zusätzliche Vorteile wie z. B. Dienstwagen, Firmenticket für Bus und Bahn.

Frage: „Wie stehen Sie zu Überstunden?“
Strategie: Betonen Sie, dass Sie effektiv arbeiten, ein gutes Zeitmanagement haben und deshalb meist mit der vorgesehen Arbeitszeit zurechtkommen. Dass diese bei einem wichtigen Projekt trotzdem anfallen können, ist klar.