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Klick + Job?

Von der Uni mit der U-Bahn nach Hause und zwischendurch den Traumjob finden?

Recruiting-Apps wie Truffls, Selfiejobs oder Monster Job Search werben damit, dass nur wenige Schritte zwischen dem kostenfreien Download der App und der Bewerbung liegen. Alle funktionieren auf Basis der Swipe-Technologie, bekannt durch die Dating-App Tinder. Mit der App Truffls können Jobsuchende beispielsweise per Swipe auf ihrem Smartphone eine passende Arbeitsstelle finden.

Geht ganz einfach: Die 23-jährige Nina etwa loggt sich mit ihrem XING- oder LinkedIn-Profil ein und bekommt nach der vollautomatischen Auswertung ihrer dort hinterlegten Daten sofort ein Stellenangebot geliefert. Mit einem Wisch nach links lehnt Nina den vorgeschlagenen Job ab. Dank eines lernfähigen Algorithmus erhält sie in der Folge immer passendere Angebote. Ein Swipe nach rechts signalisiert ihr Interesse und das Unternehmen erhält Ninas anonymes Kurzprofil. Gefällt dem Personaler das Profil, erhält Nina zeitnah eine Benachrichtigung und sie kann ihre Bewerbung versenden. Erst jetzt sieht das Unternehmen das hinterlegte XING- oder LinkedIn-Profil. Idealerweise erfolgt danach der erste persönliche Kontakt zwischen Nina und dem Personalverantwortlichen. Kurze und knackige Bewerbungen sind aber auch mit einer Videobewerbung via Youtube oder über WhatsApp möglich. Aber Achtung: Nicht jedes Unternehmen steht auf diese kreative Art der Bewerbung, einige Personaler bevorzugen nach wie vor klassische Bewerbungen. Besser vorab über den richtigen Weg informieren! Und ob Sie von Ihrem Traumjob nur noch einen Swipe oder Klick entfernt sind, müssen Sie einfach ausprobieren.

5 Tipps für eine Video-Bewerbung

  1. Setting – gewählte Umgebung/Kleidung muss zur erzählten Geschichte passen.
  2. Prägnanz – in maximal einer Minute muss alles gesagt sein.
  3. Inhalt – Wer sind Sie? Was wollen Sie? Was zeichnet Sie aus?
  4. Präsentation – auf die Körpersprache achten.
  5. Authentizität – nicht für jemanden ausgeben, der Sie nicht sind.

 

 

 

Interview

Karin van der Gragt, Managing Director YoungCapital Deutschland GmbH, Personaldienstleister für junge Talente, 900 Mitarbeiter. www.youngcapital.de

Per Swipe schneller zum Traumjob? Wie schätzen Sie diesen Trend ein?
Apps wie Truffls oder Selfiejobs sind ein guter neuer und mobiler Ansatz. Spielerisch und schnell können Bewerber durch XING oder LinkedIn ein Profil anlegen, ihre Jobkriterien einstellen und gleich auf Jobsuche gehen. Und für den Feinschliff kann alles am PC weiter bearbeitet werden. Ein schöner Trend, der die Lücke zwischen Desktop und Mobil schließt. Dass das komplette Bewerbungsverfahren allerdings über eine App gehen wird, kann ich mir auch in der Zukunft nicht vorstellen. Der erste Kontakt kann so aber sehr gut hergestellt werden.

Welche Trends bei Bewerbungen sehen Sie für die nächsten Jahre?
Immer schneller, einfacher und digitaler. Das wird auch die Zukunft der Bewerbungen sein. Mit Formularen und Kurzbewerbungen über soziale Netzwerke soll sich der Bewerbungsprozess beschleunigen. Auch der Weg der Zustellung wird sich wahrscheinlich in der Zukunft ändern, denn nach der BAP Studie “Junge Deutsche 2017” ist WhatsApp der Hauptkommunikationskanal der 18- bis 39-jährigen.

Worauf sollten Bewerber bei einer Bewerbung per Video achten?
Eine Bewerbung per Video hat viele Vorteile, da sich die Unternehmen direkt einen persönlichen Eindruck von den Kandidaten machen können. Man sollte diese Kurzpräsentation also dazu nutzen sich selbst vorzustellen aber abseits von Fakten aus dem Lebenslauf. Kleidungstechnisch sollte man sich so kleiden, wie man es auch bei einem Bewerbungsgespräch bei diesem Unternehmen tragen würde. Insgesamt sollte dieses Video professionell, kurz und prägnant sein. Vorbereitung ist alles: Überlegen Sie sich gut, was Sie in die Bewerbung einbeziehen möchten. Und üben Sie, damit es natürlich wirkt und nicht steif.

Was ist ein absolutes No-Go bei Bewerbungen?
Leider gibt es viele No-Gos bei Bewerbungen, über die sich viele immer noch nicht im Klaren sind. Da fängt es schon bei ganz kleinen Dingen an, wie eine falsche Anrede oder den falschen Firmennamen in der Bewerbung. Oftmals wird nicht der gewünschte Bewerbungsweg gewählt oder der Personaler erschrickt vor lauter Rechtschreibfehlern. Unaufmerksamkeit beim Lesen der Stellenanzeige und den Anforderungen der Bewerbung kann also ein ganz plötzliches Ende einer Bewerbung bedeuten.