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Willkommen im Job

20 Tipps für die ersten 100 Tage am neuen Arbeitsplatz.

Wer den Bewerbungsprozess erfolgreich gemeistert hat, kann sich über seinen neuen Job freuen. Doch auch danach gilt es, sich zu beweisen. Die ersten Tage sind entscheidend – der erste Eindruck zählt. Nutzen Sie den Zeitraum und begreifen Sie ihn als riesige Chance!

 

 

 

1: Üben Sie sich in Zurückhaltung und bleiben Sie dabei offen für Neues. Schauen Sie sich alles an, lernen Sie Ihr Umfeld kennen, hören Sie sehr gut zu und machen Sie sich Notizen.

2: Äußern Sie vorschnell nichts, was Sie eventuell hinterher bereuen könnten. Vermeiden Sie vor allem zu kritische oder besserwisserische Bemerkungen in der Anfangsphase.

3: Achten Sie auf Ihre Körperhaltung. Hände in den Hosentaschen, auf dem Stuhl herumliegen, zu lockere Haltung: alles No-Gos, mit denen Sie nicht wirklich engagiert und motiviert wirken.

4: Hören Sie zu und bleiben Sie in der Rolle des Beobachters. Informelle Regeln, Flurfunk, Gespräche in der Etagenküche: Hier sollten Sie gut hinhören, ohne gleich Kommentare abzugeben.

5: Bieten Sie nicht von sich aus das Du an – gerade als Neueinsteiger sollten Sie erst einmal abwarten, ob Ihnen das Du angeboten wird.

6: Egal, wer Ihnen begegnet, grüßen Sie ihn oder sie freundlich. Dazu reicht ein einfaches „Guten Morgen“ oder Ähnliches.

7: Lesen Sie sich vor dem ersten Tag noch einmal in Ruhe Ihren Arbeitsvertrag durch.

8: Achten Sie auf einen festen Händedruck. Man kann es nicht oft genug betonen: Niemand lässt sich von einem feuchten, laschen Händedruck beeindrucken. Sorgen Sie deshalb für trockene Hände und greifen Sie beherzt zu – auch wenn das bei Aufregung manchmal gar nicht so einfach ist. Und: Schauen Sie Ihr Gegenüber an, wenn Sie jemanden begrüßen.

9: Vermeiden Sie lange Diskussionen. Nehmen Sie Abläufe erst einmal so an und überlegen Sie sich Verbesserungsvorschläge in der ersten Zeit sehr gut. Zu starkes Vorpreschen könnte Ihnen negativ ausgelegt werden und meist gibt es gute Gründe, weshalb Abläufe so sind, wie sie sind.

10: Gute Tischmanieren und Höflichkeit kommen nie aus der Mode. Falls Sie diesbezüglich unsicher sind: www.knigge.de bietet eine gute Informationsquelle.

TIPP: Finanzen und Versicherungen gibt’s bei Ihrer Sparkasse

Die meisten Berufsanfänger haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL). Erkundigen Sie sich im Personalbüro danach. Ihre Sparkasse berät Sie gern, wie Sie diese gewinnbringend anlegen können und auch zu weiteren Fragen rund um Finanzen und Versicherungen für Berufseinsteiger.

11: Haben Sie etwas nicht verstanden oder sind Sie sich nicht ganz sicher? Fragen Sie lieber einmal mehr, bevor Sie Stunden damit verbringen, unnötige Arbeit zu tun.

12: Machen Sie Notizen (am besten nicht auf einzelne Zettel, sondern z. B. in einem A4-Heft). Auch wenn es in dem Moment nicht nötig scheint – machen Sie sich so viele Notizen wie möglich. Denn am Anfang werden so viele Fakten, Anweisungen und Abläufe auf Sie einprasseln, dass Sie sich unmöglich alles merken können!

13: Halten Sie guten Kontakt zum/zur Sekretär/-in oder zum/zur Teamassistenten/-in. Sie oder er ist eine gute Quelle für Informationen, wenn es um Abläufe, die Beschaffung von Material oder um interne Fragen geht, beispielsweise ob eine Einstandsfeier gut ankommt und welcher Rahmen dabei üblich ist.

14: Halten Sie sich aus Klatsch und Tratsch, Lästereien oder Ähnlichem heraus.

15: Erzählen Sie ruhig etwas von sich – natürlich erst einmal nette Begebenheiten, Urlaubserinnerungen, eher Unverfängliches und nicht zu langatmig.

16: Es klingt vielleicht banal: Planen Sie morgens genug Zeit ein, um entspannt bei Ihrer Arbeitsstelle einzutreffen. Vielleicht müssen Sie sich an die neuen Zeiten erst noch gewöhnen. Ohne Hetze fällt es leichter.

17: Passen Sie sich an. Integrieren Sie sich ins Team, indem Sie weder over- noch underdressed sind.

18: Kommen Sie nicht sehr viel früher als Ihre Kollegen und bleiben Sie nicht sehr viel länger, um nicht vorschnell als Streber abgestempelt zu werden.

19: Holen Sie aktiv Feedback ein. Klären Sie mit Ihrem Vorgesetzten nach zwei bis drei Wochen, ob Ihre bisherige Arbeitsweise mit seinen Vorstellungen übereinstimmt. So können Sie Ihren Kurs, wenn nötig, rechtzeitig korrigieren und sich vor unangenehmen Überraschungen schützen.

20: Gestehen Sie auch Unsicherheiten ein. Niemand erwartet von einem Einsteiger, dass er alles weiß. In der Anfangsphase ist es durchaus legitim, Antworten auf Fragen, beispielsweise von Kunden, nachzureichen und sich erst mal schlauzumachen. Jeder hat einmal neu angefangen und wird Verständnis zeigen. Wichtig ist natürlich, dass Sie Ihr Versprechen dann auch wirklich halten und alles Gewünschte zügig nachreichen.

5 wichtige Fragen an Doris Brenner, Karrierecoach und Bewerbungsberaterin

Wie lange dauert die Probezeit? „Die Probezeit kann bis zu sechs Monate dauern. Sie ist in Ihrem Arbeitsvertrag definiert. Während der Probezeit gelten in der Regel kürzere Kündigungsfristen. Doch Vorsicht: Selbst wenn Sie beispielsweise nur drei Monate Probezeit haben, kann der Arbeitgeber bis zum Ende des sechsten Monats ohne Nennung von Gründen das Arbeitsverhältnis kündigen. Denn erst ab dem siebten Monat des Bestehens eines Arbeitsverhältnisses gilt das Kündigungsschutzgesetz. Also warten Sie in jedem Fall bis zum Ende des ersten halben Jahres, wenn Sie die Sektkorken knallen lassen wollen, um die Weiterbeschäftigung zu feiern.“

Was ist in der Anfangsphase besonders wichtig? „Arbeitgeber achten bei einem neuen Mitarbeiter besonders darauf, ob er sich aktiv einbringt und ins Team integriert. Zeigen Sie Interesse, stellen Sie Fragen, bieten Sie auch Hilfe an, wenn Sie sehen, dass ein Kollege sehr viel zu tun hat. Wenn Sie Engagement zeigen und auf Kollegen zugehen, werden Sie auch selbst Unterstützung bekommen, wenn Sie Hilfe brauchen. Halten Sie sich in der Anfangsphase mit Kritik zurück. Notieren Sie sich lieber Ihre Ideen für einen späteren Zeitpunkt, wenn Sie die Zusammenhänge verstanden haben. Oftmals erledigen sich dann Fragen von allein und es wird auch klar, warum bestimmte Abläufe genau so sind.“

Was soll ich am ersten Arbeitstag anziehen? „Vielleicht haben Sie bei Ihrem Vorstellungsgespräch ja einen Eindruck bekommen, wie sich die Kollegen kleiden, z. B. bei einem Rundgang durch die Abteilung. Passen Sie sich an. In jedem Fall sollten Sie gepflegt und ordentlich erscheinen.“

Darf ich während der Probezeit Urlaub nehmen? „Die Probezeit ist dazu da, dass beide Seiten Gelegenheit haben, sich im Arbeitsalltag kennenzulernen. Daher sollte diese Zeit auch intensiv genutzt werden. Unter diesem Gesichtspunkt ist es Unternehmen nicht so recht, wenn ein neuer Mitarbeiter während des ersten halben Jahres Urlaub nimmt. Teilweise wird dies im Arbeitsvertrag auch ausdrücklich ausgeschlossen.“

Mein neuer Job gefällt mir überhaupt nicht und ich habe bereits ein anderes Angebot. Wie schnell kann ich kündigen? „Entscheidend ist, welche Kündigungsfrist für Sie gilt. Während der Probezeit beträgt diese in der Regel 14 Tage, danach ist die gesetzliche Kündigungsfrist vier Wochen. Maßgeblich ist jedoch, welche Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag stehen. Sie sollten also im Vorfeld sehr genau prüfen, welchen Termin Sie einem potenziellen neuen Arbeitgeber zusagen können. In der Regel wird Ihr bisheriger Arbeitgeber kein Interesse daran haben, Sie so lange wie rechtlich möglich noch im Unternehmen zu halten. Häufig wird dann ein sogenannter Aufhebungsvertrag geschlossen. Noch ein Tipp: Versuchen Sie, das Arbeitsverhältnis im Guten zu beenden, denn man sieht sich im Leben oft zweimal.“