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SHARECONOMY

Dinge teilen und tauschen.

Wir teilen immer häufiger: Autos, Wohnungen, Werkzeuge und Zeit. Sharing ist nicht nur praktisch und spart Geld, sondern schafft auch soziale Begegnungen und Netzwerke aus Verbündeten.

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen eine Schlagbohrmaschine. Sie könnten bei Ihrem Nachbarn klingeln, aber da fällt Ihnen ein: Der ist ja verreist. Sie überlegen sich, zum Baumarkt zu fahren, aber nur für einmal Bohren eine ganze Bohrmaschine zu kaufen, macht doch wenig Sinn. Was tun? Mittlerweile existieren zahlreiche Anbieter, die hier für Vernetzung sorgen. Wer nur einmal im Jahr eine Schlagbohrmaschine benötigt, braucht diese nicht teuer anzuschaffen, sondern kann sich erst einmal auf einer SharingPlattform nach passenden Angeboten umschauen.

Sharing bietet viele Vorteile

Ein weiterer positiver Nebeneffekt des Sharings ist neben dem Preisaspekt der Umweltgedanke: Wenn weniger Produkte hergestellt werden, kommt das auch der Umwelt zugute. Zudem muss man keine Dinge in seiner Wohnung oder in der Garage lagern, die nur selten zum Einsatz kommen – das spart Platz. Ein geteiltes Auto oder einen Rasenmäher muss der vorübergehende Nutzer nicht warten oder reparieren lassen – das spart Zeit und Geld. Auch die soziale Vernetzung spielt eine große Rolle: Shareconomy trägt dazu bei, dass sich bisher Fremde neu verknüpfen.

Jüngere sharen gerne

Am häufigsten sharen 14- bis 29- Jährige, wie eine Umfrage von Statista zeigt. In dieser Altersgruppe haben rund 20 Prozent schon einmal eine Form des Sharings ausprobiert oder nutzen es regelmäßig.

INFOS & ANBIETER:

crowdcommunity.de/shareconomy/
Liste mit zahlreichen Sharing-Anbietern

www.foodsharing.de
Lebensmittel retten und teilen

www.leihdirwas.de
Ausleihen von ganz unterschiedl. Dingen

www.airbnb.de
Private Zimmer und Ferienwohnungen

www.couchsurfing.com
Größte internationale Couchsurfing-Website, auch als App verfügbar

www.gartenpaten.de
Geteilte Gärten finden oder anbieten

www.campinmygarden.com
Günstig übernachten in privaten Gärten

www.waze.com
Beliebte Stau- und Verkehrscommunity mit ständig geteilten Infos in Echtzeit

Die Sharing-Hitliste

Am häufigsten werden in Deutschland Mitfahrgelegenheiten genutzt, gefolgt von Werkzeugsharing, Bikesharing, Carsharing, Apartmentsharing und Kleidertauschbörsen. Selbst die Superreichen haben das Sharing entdeckt – und teilen Jachten und Jets, um sie besser auszulasten. Spannend sind auch ganz neue Sharing-Konzepte, wie beispielsweise das Teilen von Parkplätzen in verstopften Innenstädten, von WLAN-Netzen oder ungenutzten Abstellflächen im Keller oder in der Garage.

Sharing als Lebenseinstellung

Die Idee des Sharings fängt mit den materiellen Gütern erst an. Teilen kann man nämlich nicht nur Dinge, sondern beispielsweise auch Zeit, Arbeitsräume und Gesellschaft: So ist etwa gemeinsames Essen mit bunt zusammengewürfelten Menschen in Restaurants ein Trend und nennt sich ganz urban „family style dining“ oder „communal eating“. Einfach, weil es zusammen besser schmeckt als alleine. Um das innovative Konzept zu verstehen, lohnt ein Blick in die deutsche Bundeshauptstadt: Im Berliner „Store Kitchen“ treffen sich tagsüber Co-Worker, im Verkaufsraum bieten junge Designerinnen und Designer ihre Waren an. Auch abends bleibt man nicht alleine: Dann wird aus den Co-Working-Räumen ein Lokal, in dem alle gemeinsam an den großen Tischen sitzen. Vorspeise, Hauptgang, Dessert – alles wird in großen Schüsseln serviert und geteilt, wie bei Mama und Papa zu Hause.

 

 

Keine Ressourcen verschwenden

Deutsche Privathaushalte werfen jedes Jahr Nahrungsmittel im Wert von rund 22 Milliarden Euro weg. Gegen die Verschwendung von wertvollen Ressourcen kämpfen Foodsharer. Die Grundidee: Menschen teilen Essen, das übrig geblieben ist. Beispielsweise das Gemüse, das man einfach nicht mehr verbrauchen kann, weil man bald in den Urlaub fährt. Auch die Lebensmittel aus dem Supermarkt, die ansonsten in der Tonne landen würden, weil sie nicht mehr verkauft werden dürfen, gehören dazu.

Wie das Sharing funktioniert

Die meisten kommerziellen Sharing-Plattformen funktionieren so, dass man sich nach der Registrierung nach passenden Angeboten umsehen kann. Ist eines gefunden, zahlt man in der Regel eine Gebühr fürs Ausleihen. Bewertungen anderer Mitglieder sorgen für Transparenz: Ist das Angebot in Ordnung? Manche Plattformen laufen ganz ohne Geld, die meisten davon aber mit einer fiktiven Währung (etwa Punkte, Coins o. Ä.). Manche sind echte soziale Projekte: Wenn ein Nutzer beispielsweise nicht gerne bügelt, aber professionellen Gitarrenunterricht geben kann, ergibt sich eigentlich immer eine Win-win-Situation. Bei allen Plattformen wichtig: Informieren Sie sich genau, wie das Leihen oder Verleihen geregelt ist. Besteht eine Versicherung? Was ist, wenn die Sache verspätet zurückgegeben wird oder kaputtgeht? Handelt es sich um eine Non-Profit-Plattform oder werden Gebühren fällig?